Sri Lanka — Tag 4

Anu­rad­ha­pura, die Königsstadt

Heute steht Kul­tur auf dem Pro­gramm. Wir besuchen die erste Haupt­stadt Sri Lankas, Anu­rad­ha­pura. Hier wim­melt es nur so von Ruinen und zer­fal­l­enen Bauten. Einst haben Mönche im tief­ste Dschun­gel hier gelebt und ihre Lehren weit­ergeben. Man kann erah­nen, wie weit fort­geschrit­ten sie zu der Zeit gewe­sen sein mussten und mit wie viel Bedacht die einzel­nen Ein­rich­tun­gen gebaut wor­den sind. Teile von Abwasserkanälen sind zu finden, ein Bade­haus, Schlaf­säle sowie weiträu­mige Plateaus, die als Essen­splatz dienten.

Erstaunt war ich über ein riesiges Stein­becken, welches ich für eine Art Waschbecken gehal­ten habe. Tat­säch­lich diente dieses Becken als Reis­be­häl­ter. Daneben sind viele Dagobas (Stu­pas) zu finden, die Heiligstät­ten, deren Trep­pe­nauf­gang meist mit einem sog. Mond­stein verziert sind. Diese Architek­tur ist typ­isch für Sri Lanka. Der Mond­stein sym­bol­isiert hier­bei meist die bud­dhis­tis­che Vorstel­lung des men­schlichen Lebens.

Ganz in der Nähe befindet sich Mihin­tale, der Geburt­sort des Bud­dhis­mus. Hier steht der berühmte Baum Sri Maha­bodhi. Der Leg­ende nach wuchs dieser Baum als Abkömm­ling jenes Baumes, unter dem Sid­dharta Gau­tama die Erleuch­tung erlangte.

Am Nach­mit­tag geht es dann zurück zum Hotel. Hier haben wir das Glück, drei älteren Damen beim tra­di­tionellen Trom­meln zuzuse­hen. Vor Beginn wer­den die Trom­meln über ein Feuer gehal­ten, um die Bespan­nung elastis­cher wer­den zu lassen und somit einen volleren Ton zu erhal­ten. Dann geht es auch schon los. Den Takt geben wir spaße­shal­ber vor und siehe da, es funktioniert.