Sri Lanka — Tag 2

Ele­fan­ten­waisen­haus (Pinnawela)

Gestärkt von einem defti­gen Früh­stück aus Eiern, Toast und Milchreis, besuchen wir heute das Ele­fan­ten­waisen­haus in Pin­nawela. Als ich aus dem Auto steige und die geliebte Kli­maan­lage hin­ter mir lasse, frage ich mich, was mit meiner Dusche von heute Mor­gen passiert ist. Die Hitze ist so stark und selbst die Ein­wohner haben sich daran nicht gewöhnt. Ich werde also noch ein­paar Tage brauchen, um mich zu akklimatisieren.

Am Ein­gang des Waisen­hauses lösen wir unsere Tick­ets. An dieser Stelle muss ich lei­der erwäh­nen, dass Touris­ten hier tiefer in die Tasche greifen müssen. Das ist nicht ver­wun­der­lich und meines Eracht­ens auch in Ord­nung. Wir wer­den im Ver­lauf unserer Reise jedoch noch Attrak­tio­nen besuchen, wo auch ich kein Ver­ständ­nis mehr auf­brin­gen kon­nte. Aber dazu später.

Bevor wir die Anlage allerd­ings betreten, wollen wir den Ele­fan­ten beim Baden zuschauen. Dazu spazieren wir auf einen kleinen Hügel und entspan­nen uns während der Wartezeit bei einer Tasse Tee. Unter uns haben wir einen wun­der­vollen Blick auf den Maha Oya Fluss. Mit pro­vi­sorischen Bahn­schranken wird der Weg, auf dem wir ger­ade hochgekom­men sind, abges­perrt und die Horde wird von ein­paar Wärtern nach oben geführt.

Mehrmals am Tag kön­nen die Ele­fan­ten sich im kühlen Nass erfrischen und herum­tollen. Ein wun­der­schöner Anblick.

Danach geht es zurück zum Waisen­haus. Die Anlage ist auf den ersten Blick sehr überschaubar. In vie­len abges­per­rten Bere­ichen ruhen sich die Ele­fan­ten aus und knab­bern an dem reich vorhan­de­nen Gras. Schnell fällt einem auf, dass dieses Waisen­haus eher zu einem Touris­ten­schau­platz verkom­men ist, wo die Besucher beispiel­sweise einem Ele­fan­ten­jun­gen die Flasche geben kön­nen, um sich dabei ablichten zu lassen. Nicht ganz mein Fall…

Auf einer Lich­tung finden wir dann eine kleine Ele­fan­ten­horde. Weit und breit sind keine Men­schen zu sehen. Die Tiere kön­nen sich hier frei bewe­gen. Man fühlt sich wie auf einer Safari, in der man uner­laubter­weise den Jeep ver­lässt und abseits der Pfade ent­langspaziert. Dafür hat sich dieser Aus­flug defin­i­tiv gelohnt.